Verborgene weiße Wüste Verborgene weiße Wüste
White-Sands-Nationalpark, New Mexico, USA
Auf den ersten Blick wirkt der White‑Sands‑Nationalpark im US‑Bundesstaat New Mexico wie eine verschneite Landschaft aus kühlen, weißen Dünen, die das Auge mühelos täuschen. Tatsächlich aber besteht er aus feinem Gipssand, der seit 1933 unter Schutz steht und das weltweit größte Gipssandfeld bildet. Die über Jahrtausende zerriebenen Kristalle reflektieren das Sonnenlicht so stark, dass sich die Oberfläche selbst im Hochsommer überraschend kühl anfühlt. Im Tularosa‑Becken erstreckt sich dieser hell leuchtende Landstrich über rund 712 Quadratkilometer. Unter dem gleißenden Weiß verbirgt sich jedoch eine weit ältere Geschichte: Fossile menschliche Fußspuren, begleitet von Mammuts und Riesenfaultieren, erzählen von eiszeitlichen Wanderungen.
Trotz der strahlenden Reinheit lebt hier eine bemerkenswerte Vielfalt. Soaptree‑Yucca, widerstandsfähige Sträucher und perfekt getarnte Tiere wie die Bleached Earless Lizard haben sich meisterhaft an die extremen Bedingungen angepasst. Auch in Deutschland gibt es Gipslandschaften, zum Beispiel im Südharz. Dort prägen Höhlen und Karstformationen die Landschaft und zeugen von geologischen Prozessen, die sich über Millionen Jahre erstreckten. Im Vergleich zu New Mexico wirken sie gebirgig, bieten aber ebenso faszinierende Einblicke in die Naturgeschichte.
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