Europäischer Igel, Frankreich
Seine 5.000 bis 7.000 Stacheln sind keine echten Stacheln wie beim Stachelschwein, sondern feste, hohle Haare aus Keratin.
Mit dem Frühling zeigt sich ein vertrauter Bewohner unserer Landschaften. Der Europäische Igel, der hier in Frankreich zu sehen ist, ist ein überwiegend nachtaktives Tier, das meist allein lebt. Mit seiner feinen Nase und seinem guten Gehör durchstreift er Wiesen, Gärten und Waldränder auf der Suche nach Insekten, Würmern oder Schnecken. Droht Gefahr, zieht er sich zusammen und formt eine schützende Stachelkugel – eine einfache, aber wirkungsvolle Strategie. Nach dem Winterschlaf kehren Igel in vielen Teilen Europas in ihre Reviere zurück. Ihr Stoffwechsel fährt nun wieder hoch und sie müssen rasch neue Energiereserven aufbauen.
Auch in Deutschland gehört ihr leises Schnauben und Rascheln zum Frühling, besonders in naturnahen Gärten und Parks. Wo Laubhaufen liegen bleiben und Wege durch Grünflächen verbunden sind, finden die Tiere Nahrung und Schutz. Solche Momente zeigen, wie wichtig kleine Rückzugsräume für das Leben direkt vor unserer Haustür sind.