Rosenmontagszug in Köln, Nordrhein-Westfalen
Heute richtet sich der Blick auf Köln, wo der Rosenmontagszug den Höhepunkt des Karnevals bildet. Jedes Jahr verwandelt sich die Domstadt in eine farbenfrohe Bühne für eines der größten Straßenfeste Europas. Der sich über mehrere Kilometer durch die Innenstadt schlängelnde Zug besteht aus prachtvoll geschmückten Wagen, Musikkapellen und Fußgruppen, deren Mitglieder Kamelle (Süßigkeiten) und Strüßjer (kleine Blumensträuße) in die Menge werfen. Diese Tradition des organisierten Karnevals reicht bis ins Jahr 1823 zurück.
Auf dem heutigen Bild sind kostümierte Teilnehmer zu sehen, die in klassischer Clownskleidung mit Trommeln und Pfeifen den Takt vorgeben. Solche Musik- und Fußgruppen gehören seit jeher zum Rosenmontagszug und unterstreichen die Vielfalt der Figuren und Kostüme, die Kölns Straßen während der „tollen Tage“ beleben.
Der Rosenmontag ist jedoch mehr als nur ein Fest, denn er steht für rheinische Lebensfreude, gesellschaftliche Satire und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Mit rund einer Million Zuschauern entlang der Strecke ist er ein kulturelles Ereignis, das weit über die Region hinausstrahlt. Und über allem schallt der Ruf, der Köln seit über 200 Jahren vereint: „Kölle Alaaf!“