Val Brandet, Brescia, Lombardei, Italien
Camillo Golgi war der erste Italiener, der 1906 den Nobelpreis für Medizin erhielt – dank seiner bahnbrechenden Entdeckungen zum Nervensystem.
Zwischen den verschneiten Höhen des Val Brandet im Adamello-Park in der Lombardei, Italien, entfaltet der Winter seine leise Magie. In Corteno Golgi – benannt nach dem berühmten Arzt und Nobelpreisträger Camillo Golgi – treffen Natur und Geschichte aufeinander.
Hier wird jedes Geräusch zum Erlebnis. Der Wind streicht sanft durch die Bäume, der Schnee fällt wie in Zeitlupe. Selbst ein kleiner Wasserfall trotzt dem Frost – eingefasst von Eis, aber voller Leben. Diese Szene erinnert an die Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen in Bayern, die sich im Winter in eine Eiswunderwelt verwandelt: Gefrorene Wasserfälle, meterhohe Eiszapfen und glitzernde Eisvorhänge machen die Schlucht zu einem stillen, magischen Ort.
Ein Spaziergang durch solche Winterlandschaften fühlt sich an wie eine Pause vom Alltag. Die Kälte ist klar, nicht schmerzhaft – sie weckt die Sinne. Und der Wasserfall, so still und beständig, wird zum Symbol für das, was bleibt. Denn auch im tiefsten Winter gibt es Bewegung, Klang und Leben.