Eastbourne Pier, East Sussex, England
Was macht eine Seebrücke unvergesslich? Der Eastbourne Pier, gelegen im südenglischen East Sussex, zeigt es eindrucksvoll: Seit seiner Eröffnung im Jahr 1870 trotzt diese viktorianische Konstruktion Wind und Wetter – dank ihrer erhöhten Bauweise auf flexiblen Stelzen, die Bewegungen bei Sturm ausgleichen. Dieses Prinzip ähnelt der tragenden Pfeilerstruktur moderner Seebrücken in deutschen Küstenorten wie Zingst oder Kellenhusen, bei denen jedoch starre Stahl- oder Betonpfeiler zum Einsatz kommen.
Historisch besonders spannend ist die Rolle des Eastbourne Piers im Zweiten Weltkrieg, als Teile des Piers zur Küstenverteidigung umfunktioniert wurden. Nach einem Brand im Jahr 2014 wurde er detailgetreu restauriert. Heute lädt er mit Cafés, kleinen Geschäften und dem typischen Möwengeschrei zum Verweilen ein. Ursprünglich als Anlegestelle für Dampfschiffe konzipiert, ist er heute ein Ort der Entspannung und Entdeckung. Wer die Seebrücken der Ostsee kennt, wird hier englische Küstenkultur mit Geschichte, Charme und Meerblick wiedererkennen – authentisch und eindrucksvoll.