Whanganui-Nationalpark, Retaruke, Neuseeland (© Matthew Micah Wright/Getty Images)
Wer unberührte Natur sucht, findet im Whanganui-Nationalpark in Neuseeland eine Landschaft voller Stille und Tiefe. Der 1986 gegründete Park auf der Nordinsel umfasst rund 740 Quadratkilometer und wird vom mächtigen Whanganui River geprägt, der sich in weiten, ruhigen Bögen durch dichten, immergrünen Wald windet. Obwohl der Fluss offiziell außerhalb der Parkgrenzen liegt, bestimmt er das Wesen dieser Region. Besonders deutlich zeigt sich das entlang der Whanganui Journey, die zu den offiziellen „Great Walks“ des Landes zählt.
Der Park ist geprägt von üppigem Tieflandregenwald, in dem Kahikatea-, Rimu- und Tawa-Bäume dominieren. In den Flusstälern leben seltene Vogelarten wie der Braunkiwi der Nordinsel und die stark gefährdete Blauente, deren Lebensräume hier besonders geschützt werden. Steile Hänge, weite Höhenzüge und ein beinahe ununterbrochenes Grün verleihen dem Whanganui-Nationalpark eine Abgeschiedenheit, die weit über seine tatsächliche Größe hinausreicht – ein Ort, an dem Natur nicht nur zu sehen, sondern zu spüren ist.