Eurasische Luchse beim Spielen im Schnee im Wald, Bayern (© imagebroker/david & micha sheldon/Getty Images)
Der Eurasische Luchs kann aus dem Stand bis zu 4 Meter weit springen, perfekt für den Überraschungsangriff.
Zwei junge Eurasische Luchse tollen durch den frischen Schnee – ein Anblick, der selbst in den stillen Wäldern Bayerns selten geworden ist und den das heutige Bild eindrucksvoll festhält. Mit ihrem dichten, gefleckten Winterfell sind die beiden perfekt an die kalte Jahreszeit angepasst. Auffällig sind die schwarzen Pinsel an den Ohren, die vor allem der Kommunikation dienen und den Tieren ihren charakteristischen Ausdruck verleihen. Luchse gehören zu den größten Wildkatzen Europas. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Schulterhöhe von 55 bis 70 Zentimetern und wiegen je nach Geschlecht meist 18 bis 30 Kilogramm.
Trotz ihrer Kraft sind sie scheue Einzelgänger, die sich nahezu lautlos durch das Unterholz bewegen. Ihre Hauptbeute sind Rehe, doch auch Hasen und Vögel stehen auf dem Speiseplan. Einst fast ausgerottet, kehrt der Luchs dank intensiver Schutzprogramme langsam in deutsche Wälder zurück. Dennoch gilt er in Deutschland laut Roter Liste als „vom Aussterben bedroht“. Das verspielte Verhalten auf dem Bild zeigt, wie wichtig diese Rückkehrer für das ökologische Gleichgewicht sind und wie faszinierend Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung wirken.