Geburt der neuen Sonne Geburt der neuen Sonne
Wintersonnenwende
Morgendämmerung durch frostige Bäume, Schweden (© Schon/Getty Images)
Heute ist auf der Nordhalbkugel der kürzeste Tag des Jahres – gleichzeitig markiert die Südhalbkugel mit der Sommersonnenwende ihren längsten Tag.
Die Wintersonnenwende markiert den Moment, an dem die Sonne ihre tiefste Position am Himmel erreicht und somit die längste Nacht des Jahres auf der Nordhalbkugel einleitet. Dieses Phänomen wurde von alten Kulturen als Symbol für Erneuerung und Hoffnung gefeiert, denn nach der Dunkelheit beginnt die langsame Rückkehr des Lichts.
Heute, während sich die Erde ihrer größten Dunkelheit zuneigt, zeigt sich in Regionen wie Schweden ein einzigartiges Schauspiel: ein strahlender Sonnenaufgang zwischen von Raureif bedeckten Bäumen, bei dem die Sonne den Horizont nur für wenige Stunden berührt. In Städten wie Stockholm kann sich das Tageslicht auf weniger als sechs Stunden verkürzen, während am Polarkreis die Polarnacht herrscht. Dieser extreme Gegensatz beeinflusst nicht nur den Alltag, sondern auch Kultur und Natur und erinnert uns an die kraftvolle Verbindung zwischen unserem Planeten und dem Kosmos.
Auch in der Wissenschaft spielt die Wintersonnenwende eine wichtige Rolle. Sie dient als Referenzpunkt für astronomische Berechnungen, Kalenderanpassungen und klimatische Beobachtungen. Solche Daten sind für die Forschung zu Jahreszeiten, globalen Wettermustern und den langfristigen Veränderungen unseres Planeten von entscheidender Bedeutung.