Geothermisches Becken Bláhver in Hveravellir, Island (© Juan Maria Coy Vergara/Getty Images)
Wer das isländische Hochland durchquert, trifft in Hveravellir auf Bláhver, ein natürliches, geothermisch erhitztes Becken in leuchtendem Blau. Es liegt zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull und macht die intensive vulkanische Aktivität unter Islands Oberfläche sichtbar. Die kräftige Färbung des Wassers geht auf mineral- und silikatreiche Bestandteile zurück, die aus dem Erdinneren aufsteigen und das Licht an der Oberfläche reflektieren. In der Umgebung färben Schwefel, Eisenoxide und andere Mineralien den Boden in Weiß-, Rot- und Ockertönen.
Dampf, heiße Quellen und heiße Gasöffnungen prägen die Landschaft und zeigen, wie hier Hitze auf eine von Eis und Kälte geformte Welt trifft. Seit Jahrhunderten nutzen Reisende diesen abgelegenen Ort als Rastplatz auf dem Weg durch das Hochland. Auch in Deutschland gibt es Thermalquellen, etwa in Baden-Baden oder Aachen. In Island jedoch treten geothermische Kräfte besonders offen und unmittelbar in der Landschaft zutage.