Salzebene Salar de Uyuni, Bolivien (© Abstract Aerial Art/Getty Images)
Wer den Salar de Uyuni in Bolivien erreicht, steht plötzlich vor einer fast unwirklich wirkenden Weite – eine Ebene, die sich bis zum Horizont ausbreitet. Mit einer Fläche von rund 10.500 Quadratkilometern ist er die größte Salzebene der Erde. Er liegt auf dem Altiplano auf über 3.600 Metern Höhe. In der Regenzeit entsteht durch eine dünne Wasserfläche ein nahezu perfekter Spiegel, in dem sich Wolken, Himmel und Boden zu einer einzigen schimmernden Fläche vereinen.
Die Umgebung bietet jedoch noch mehr. Wind und Zeit haben Felsen zu kunstvollen Formen modelliert, die wie zufällig platzierte Skulpturen wirken. In der klaren Höhenluft sorgen nahegelegene Thermalquellen für wohltuende Wärme. Die umliegenden Lagunen leuchten in Rot-, Grün- oder Türkistönen und bilden mit den Flamingos, die dort nach Nahrung suchen, eindrucksvolle Farbkontraste.
Zwischen all dem finden sich die stillen Überreste alter Bergbaustädte. Auch in Deutschland haben Orte wie Berchtesgaden oder Halle-Neustadt gezeigt, wie stark der Salzabbau eine Region prägen kann – doch im Salar de Uyuni entfaltet sich dieser Zusammenhang in einer Weite, die ihresgleichen sucht.