Eurasisches Eichhörnchen (© Galina Jacyna/Getty Images)
Eurasische Eichhörnchen bauen kugelförmige Nester, sogenannte Kobel, die aus Zweigen und Blättern bestehen und sich meist hoch oben in den Bäumen befinden.
Im glitzernden Winterwald huscht ein kleiner Akrobat durch den Schnee. Das Eurasische Eichhörnchen bewegt sich geschickt zwischen Ästen und Boden, sein dichtes, rötlich-braunes Fell sowie die markanten Ohrpinsel schützen es zuverlässig vor der Kälte. Sein buschiger Schwanz dient ihm als Balancehilfe und an frostigen Tagen sogar als wärmende Decke. In Deutschland ist das Eichhörnchen weit verbreitet, von den Alpen bis an die Küsten. Als heimische Art steht es unter strengem Gesetzesschutz, der das Fangen, Verletzen oder Stören der Tiere untersagt.
Mit großer Cleverness legt das Eichhörnchen Vorräte aus Samen, Nüssen und Pilzen an, um gut durch den Winter zu kommen. Nicht alle Verstecke werden wiedergefunden, sodass der kleine Kletterer ganz nebenbei zur Verbreitung von Pflanzen und zur Aufforstung beiträgt. Einen Winterschlaf hält er nicht: Bei starkem Frost drosselt das Tier lediglich seine Aktivität und zieht sich in gut isolierte Kobel aus Zweigen oder in Baumhöhlen zurück. So bleibt das Eichhörnchen ein lebendiger Farbtupfer im Winterwald - ein stiller Erinnerer an die Widerstandskraft unserer Natur.