Basilika San Francesco di Paola, Neapel, Italien (© javarman3/Getty Images)
Ein Spaziergang über die großen Plätze Neapels in Italien gleicht einer Reise durch die Jahrhunderte. Zwischen Arkaden, Säulen und Kuppeln entfaltet sich eine sich ständig wandelnde Architektur: Barocke Fassaden weichen weiten klassizistischen Höfen, während sich enge Gassen zu großzügigen Räumen öffnen. Schließlich erreicht man die Piazza del Plebiscito, die mit ihrer Weite, Helligkeit und Größe beeindruckt. Gegenüber fällt ein Bau ins Auge, der fast römisch wirkt, nämlich die Basilica di San Francesco di Paola.
Sie wurde 1846 fertiggestellt und geht auf die Rückkehr von König Ferdinand I. zurück. Ferdinand I. war der Monarch des Königreichs beider Sizilien, der nach dem Sturz Napoleons erneut den Thron bestieg. Er ließ den begonnenen Bau konsequent im neoklassizistischen Stil vollenden. Als Vorbild diente das Pantheon in Rom, was an der runden Grundform und der markanten Kuppel erkennbar ist.
Auch im Inneren setzt sich die klare Linie fort: Marmorflächen, große Bögen und harmonisch angeordnete Kapellen schaffen eine ruhige Raumwirkung. Viele Reisende aus Deutschland fühlen sich hier an klassizistische Orte wie den Münchner Königsplatz erinnert. Ein Platz, der zeigt, wie Geschichte und Architektur einladend zusammenspielen.