Kurvenkunst in Nikkō Kurvenkunst in Nikkō
Irohazaka-Straße im Herbst, Nikkō, Tochigi, Japan
Irohazaka-Straße im Herbst, Nikkō, Tochigi, Japan (© oneinchpunch/Shutterstock)
Die herbstliche Schönheit der Irohazaka-Straße entfaltet sich in voller Pracht, wenn sich ihre Serpentinen durch die leuchtenden Farben der Wälder in Nikkō, Präfektur Tochigi, Japan, schlängeln. Diese historische Route verbindet das Stadtzentrum von Nikkō mit dem Chūzenji-See und dem Nationalpark Nikkō und führt durch eine beeindruckende Gebirgslandschaft, die sich im Herbst in ein Farbenmeer verwandelt. Die Straße besteht aus zwei getrennten Abschnitten – einer für die Auffahrt und einer für die Abfahrt – mit insgesamt 48 nummerierten Kurven, die jeweils einem Zeichen des alten japanischen Iroha-Alphabets entsprechen. Neben ihrer landschaftlichen Schönheit hat die Irohazaka auch kulturelle Bedeutung, da sie einst von buddhistischen Mönchen auf dem Weg zu den heiligen Tempeln genutzt wurde.
Eine vergleichbare Straße in Deutschland ist die Rossfeld-Panoramastraße in den Bayerischen Alpen nahe Berchtesgaden. Zwar weist sie weniger Kurven auf, bietet aber ebenso spektakuläre Ausblicke auf alpine Gipfel und bewaldete Täler – besonders im Herbst. Wie die Irohazaka wurde auch die Rossfeldstraße als Panoramaroute konzipiert und lädt dazu ein, die Landschaft in aller Ruhe zu genießen.