Geierfelsen (Peña Falcon) am Fluss Tajo im Nationalpark Monfragüe, Spanien (© Daniel Viñé Garcia/Getty Images)
Im Herzen der spanischen Region Extremadura, im Norden der Provinz Cáceres, liegt der Nationalpark Monfragüe – eines der letzten unberührten Ökosysteme Europas. Er ist der einzige Nationalpark der Region und ein wahres Paradies für Natur- und Vogelliebhaber. Der Zusammenfluss der Flüsse Tajo und Tiétar hat hier eine Landschaft aus Steineichen, Korkeichen, sanften Hügeln und mächtigen Felsen geschaffen, die Lebensraum für die größte Mönchsgeierkolonie der Welt bietet. Besonders bekannt ist der Peña Falcón, der imposante „Geierfelsen“. Der weithin als „Salto del Gitano“ bezeichnete Aussichtspunkt liegt rund 300 Meter über dem Tal und gilt als das meistfotografierte Motiv von Monfragüe. Hier kreisen majestätische Gänsegeier, Mönchsgeier und sogar seltene Kaiseradler über den Köpfen der Besucher. Mit etwas Glück lassen sich die Vögel aus nächster Nähe beim Brüten oder Jagen beobachten.
Neben seiner Vogelwelt ist der Park dank seiner klaren Nächte auch einer der besten Orte Spaniens zur Sternenbeobachtung. Naturliebhaber finden auch in Deutschland spektakuläre Schutzgebiete, etwa den Nationalpark Eifel. Dort können Besucher seltene Greifvögel wie den Schwarzstorch erspähen oder einer scheuen Wildkatze begegnen. Als international anerkannter Sternenpark bietet er zudem unvergessliche Blicke in den funkelnden Nachthimmel.