Ein Leben im Schatten Ein Leben im Schatten
Luna-Motte
Luna-Motte auf einer Zedern-Ulme ruhend, New Braunfels, Texas, USA (© Rolf Nussbaumer/Nature Picture Library)
Bei Bedrohung ahmt die Raupe des Elefantenschwärmers eine Schlange nach, indem sie sich aufbläht und große Augenflecken zeigt, um Fressfeinde abzuschrecken.
Wussten Sie, dass jedes Jahr in der letzten Juliwoche die faszinierende Welt der Nachtfalter im Mittelpunkt steht? In den USA als „National Moth Week“ bekannt, rückt diese globale Aktionswoche die Schönheit und Vielfalt der nächtlichen Insekten in den Fokus. Nachtfalter sind wahre Meister der Tarnung: Mit ihren erdigen Farben und filigranen Mustern verschmelzen sie nahezu perfekt mit ihrer Umgebung. Ein besonders beeindruckendes Exemplar ist der amerikanische Mondfalter, auch bekannt als Luna-Motte, auf unserem heutigen Bild, der mit seinen limettengrünen Flügeln und seinem weißen Körper hervorsticht. Er ist jedoch nur in Nordamerika heimisch. Seine Raupen schützen sich auf außergewöhnliche Weise vor Fressfeinden, indem sie klickende Laute von sich geben und spezielle Abwehrmechanismen verwenden. Nachtfalter sind für unser Ökosystem unverzichtbar.
Sie bestäuben Pflanzen und dienen Tieren wie Fledermäusen und Vögeln als wichtige Nahrungsquelle. Allerdings sind viele Arten bedroht, insbesondere durch Lebensraumverlust und Lichtverschmutzung. In Deutschland leben etwa 3.700 Nachtfalterarten. Besondere Arten sind die farbenprächtige Gammaeule und das Taubenschwänzchen, das mit seinem kolibriähnlichen Flug begeistert. Ob bei Exkursionen mit UV-Lampen oder im eigenen Garten – entdecken Sie die geheimnisvolle Welt der Nachtfalter!